Sonntagsenten

Ich: Hallo, Enten!
Wink. Wink.
Ente 1: Spricht die mit uns?
Ente 2: Jou.
Ente 1: Hat die was zu Essen dabei?
Ente 2: Weissnicht.
Ente 1: Warum spricht die denn mit uns?
Ente 2: Weissnicht.
Ente 1: Schwimm mal rüber und guck nach!
Ente 2: Warum ich?
Ente 1: Weil ich nicht mag. Darum.
Ente 2: Ach nöö, ich mag auch nicht.
Ich: Puuuut, puuuut.
Ente 1: Siehste, die hat sicher was zu Essen dabei.
Ente 2: Glaub ich nicht, die will nur fotografieren.
Ente 1: Meinste?
Ente 2: Ja, mein ich.
Ente 1: Aber was wenn doch?
Ente 2: Was wenn was?
Ente 1: Wenn die doch was zu Essen dabei hat.
Ente 2: Dann wird sie es irgenwann ins Wasser werfen.
Ente 1: Meinste?
Ente 2: Ja, mein ich.
Ich: Puut. Puut.
Klick. Klick.

 

 

 

 

 

Ente 1: Jetzt fotografiert sie.
Ente 2: Siehste.
Ente 1: Dabei ist mein Gefieder zerstrubbelt.
Ente 2: Dann mach dich zurecht.
Ente 1: Meinste sie gibt dann was zu Essen?
Ente 2: Immer denkst du nur ans Essen.
Ente 1: Und du bist doof.
Ente 2: Du bist auch doof.
Ente 1: Da drüben ist Edgar.
Ente 3: Hi!
Ente 2: Edgar, hat die was zu Essen bei?
Ente 3: Nö, aber weiter oben hats ne Oma, die hat was.
Ente 1: Dann schwimm ich jetzt da hoch.
Ente 2: Ich komm mit.
Ente 3: Ich auch.
Ente 1: Schön.
Ente 2: Ja.
Ente 3: Ja.
Und sie schwammen von dannen.
Klick. Klick.

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Sonnenschneespaziergang, hach!

Lenzerheide im Januar 2012.
Atmen. Staunen. Geniessen.

 

 

 

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Happy Birthday Frau H.

Frau H. hat Geburtstag.

Gerne würde ich sie jetzt knuddeln.
Geht aber nicht.
Sie ist auf der Insel.
Auf einer Insel weit, weit weg.
Und nicht nur für eine, zwei, drei Wochen Ferien.
Nein, sie lebt dort.

Also, angefangen hat es ja schon mit Ferien und einem entsprechenden Bericht auf ihrer Website .
Aber irgendwie ist sie dort hängengeblieben.
Wobei hängen als Beschreibung für ihr Leben dort total verfehlt wäre.
Denn sie arbeitet viel.
Mehr als in der Schweiz (noch mehr? Ja, noch mehr).

Das kleine Resort auf den Philippinen ist inzwischen ein Geheimtipp: www.camiguin.ph.
Sogar ein Bericht im Tagesanzeiger gab es und Frau W.’s Brust ist stolzgeschwellt.

Und nun sitzt sie dort auf der Insel, wird DREISSIG und ich kann sie nicht knuddeln.
Nur virtuell.
Und das ganz toll.
Dreissig mal und noch viel mehr.
Happy Birthday, liebe Frau H. – und auf bald!

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Barbie – die Folgen

Der Barbie-Beitrag „Meine erste Barbie“ ist einer der meistgelesenen Beiträge seit Bestehen des Blogs. Barbie scheint zu polarisieren. Derweil sitzt sie auf dem Sofa, schlägt die Beine übereinander, gähnt ein bisschen (ich habe keine Zeit zum spielen) und lächelt ihr Plastiklächeln. Ebenso zahlreich wie die Leser waren die Rückmeldungen. Von „was für eine coole Mutter“ über „die neuen Barbie-Gelenke sind aber hässlich“ bis zu einer Reaktion, die mich jetzt noch schmunzeln lässt: „Mann – jetzt hat mir deine Mutter die Idee für mein Weihnachtsgeschenk für dich gekillt“. Dabei gibt es ja auch tolles Zubehör…

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Meine erste Barbie

Leute -  ich habe eine coole Mutter!
Es trug sich folgende Geschichte zu, die das zu beweisen weiss:

Vor einiger Zeit brach bei mir das alte Barbie-Trauma auf. Eigentlich immer an Weihnachten. Die Erinnerungen an die doofe aber pädagogisch wertvolle Cindy-Puppe meiner Kindheit, welche die Barbie-Puppe ersetzen sollte, es aber nie tat. Dann weine ich jeweils ein bisschen und schreibe mir das Trauma von der Seele. So geschehen in meinem letzten Blog-Beitrag.

Meine Mutter also (die sich notabene vor einiger Zeit ein Mac-Book reingezogen hat und in Kürze ein iPhone4 in ihren Händen hält) surfte sich durch die Weltgeschichte und landete dabei auf meinem Blog. Und las. Von meinem Barbie-Trauma.

Einige Tage später traf ich meine Mutter zum Mittagessen. In einem netten, gepflegten Restaurant voller Business-Lunch-Menschen – und uns. Nachdem wir also in die steife Business-Zone eingedrungen und auch die einzigen waren, die sich zur Begrüssung geküsst hatten, fielen wir vermutlich auch durch unser Gekicher auf. Ja hallo – es gibt nun mal viel zu berichten. Und kichern ist Pflicht. Bei Müttern und Töchtern. Und überhaupt.

Irgendwann zauberte meine Mutter eine Tüte unter dem Tisch hervor.
Gross (und mit einem Bärchen drauf – das sei aber nur nebenbei erwähnt).
Mit einem Grinsen im Gesicht reichte sie mir die Tüte über den Tisch.
Ich in Gedanken so: Oh – nee, bin doch mit dem Zug unterwegs.
Laut: Oh, für mich?

Links und rechts kritische Blicke der Business-Menschen.
Hier gibt man sich keine grossen Tüten mit Bärchen drauf über den Tisch, Himmel!

In der Tüte ein Geschenk.
Eingepackt.
Rechteckig.
Weich.
Leicht.
Ich in Gedanken so: Ohhhhh, Gefahr*…
Laut (freudig): Woah, was ist das denn?
Meine Mutter grinste.

Ich zupfte das Geschenk aus der Tüte.
Löste die Klebestreifen.
Guckte vorsichtig hinter das Geschenkpapier.

OH MEIN GOTT.
EINE  B A R B I E !

(*keine Flauschisocken, Pudelmütze oder Handschuhe).

Ein Aufschrei des Entzückens und der absoluten Glückseligkeit durchdrang das Bussines-Restaurant.
Einige Sekunden herrschte Stille.
Die Köpfe drehten sich.
Die Augebrauen wurden hochgezogen.
Die Blicke sprachen Bände.
Dann wurden die Augen grösser.
EINE BARBIE.

Nun, nicht einfach EINE Barbie.
MEINE Barbie.
Meine ERSTE Barbie.
Mit 41 Jahren.

Der Rest ist schnell erzählt. Ich – immer noch fassungslos vor Glück – versuchte hektisch die Barbie aus der Plastikbox zu zerren. Doch sie war mit ungefähr tausend kleinen Plastikkabeln festgezurrt. Keine Chance. Unruhig rutschte ich auf meinem Stuhl hin und her. Kippte den Kaffee hektisch herunter. Verstand nur noch die Hälfte des Gespräches. Barbie, Barbie – eine Barbie.

Kaum zu Hause wurde Barbie befreit. Und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase fand auch schon das erste Fotoshooting statt. Barbie solo und mit ihren neuen Freunden (by the way: www.haekelschwein.de).

Leute – meine Mutter hat mir mit meinen mittlerweile 41 Jahren eine Barbie geschenkt. Eine absolut coole Reaktion auf einen augenzwinkernden Blog-Beitrag. Das ist grosses Kino. Und das Trauma? Das Trauma ist verpufft. Danke!

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